Netzwerk gegen Gewalt
an Schulen und im schulischen Umfeld
Das Netzwerk gegen Gewalt ist auf der Erlasslage 12/ 21 vor fünf Jharen in der Stadt Bottrop eingerichtet worden.
Die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Jugendhilfe und Polizei soll Tendenzen in der Gewaltentwicklung vorbeugen. Auch die Interventionen in Gewaltverhaltensweisen sollen gezielt möglich sein.
Ziel der Gewaltprävention ist es, mit allen beteiligten ( SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern u.a. ) Wege zum demokratischen Umgang, zur Förderung der Konfliktlösekompetenz und zur Unterstützung der psycho-sozialen Entwicklung zu zeigen.
Den Gewaltbegriff haben die im Netzwerk tätigen verschiedenen Fachlichkeiten weit gedehnt betrachtet. Somit umfasst er körperliche, verbale, psychische, strukturelle, mediale, vandalistische, soziale, autoaggressive und politische Gewalteinflüsse und Formen.
Bedeutungsvoll sind die Symptome der Gewalteinwirkungen. Ursachen von Gewalt sind nie monokausal; es gibt immer Verquickungen von Gewalteinflüssen, die das Verhalten von Kindern und Jugendlichen bestimmen.
Diese Verquickungen zu erkennen und der Versuch, sie ganzheitlich zu erfassen, ist eine wesentliche Aufgabe des Netzwerkes.
Pädagogische Angebote:
Die pädagogischen Angebote richten sich in erster Linie an Schulen und Jugendeinrichtungen. Hierbei geht es um das gemeinsame Handeln und die Veränderung störender Verhaltensweisen in sozialen Gruppen / Klassen.Die Struktur ist basisdemokratisch ausgerichtet. Alle Bottroper Schulen sind in Arbeitskreise aufgeteilt. Diese treffen sich regelmässig und bestimmen die Schwerpunkte der Netzwerkarbeit.
Daneben hat sich das Forum Beratungsstellen und Jugendhilfe gegründet. Dem Forum gehören die folgenden Einrichtungen an : RAA, RSB, Gegenwind, Polizei,Jugendamt ( ASD, JGH ), Jugendhilfe / Drogenberatung, Kath. Jugend, Evgl. Jugend, Caritas- Flüchtlingsberatung, Hevalti.
Forum und Schulen arbeiten in Schnittstellen zusammen,organisieren gemeinsam Projekte für die Schule oder vertiefen Beratungskontakte.
Das Netzwerk gegen Gewalt hat zur Zeit folgende Aufgaben:
1. Kontakt und Informationsaustausch zwischen den Schulen
2. Zusammenarbeit mit dem Forum Beratungsstellen
3. Begleitung des Projektes "Snoezelen in der Regelschule "
4. Entwicklung und Durchführung eines Selbsterfahrungs- und Selbstbehauptungsprogrammes für die Klassen 6 - 9 in Zusammenarbeit mit den Jugendeinrichtungen und Schulsozialpädagoginnen
5. Unterstützung bei Projekten mit der Polizei
6. Unterstützung bei der Ausbildung von Streit-SchlichterInnen in Schulen
7. Vorbereitung und Durchführung von Klassen- und Schulprojekten
8. Elternabende, Konferenzen, Fortbildungen
9. Beratung
10. Vertretung der Stadt Bottrop im AK Ruhr gegen rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt.
Das Netzwerk hat eine zentrale Koordinierungsstelle.
Fragen bezüglich des Netzwerkes, der Projekte und Kontakte sind an die folgende Adresse zu richten:
Jugendamt der Stadt Bottrop
Frau Dagmar Kaplan
Prosperstr. 71/1
46236 Bottrop
Tel: 02041 - 703287 ( mit Anrufbeantworter )
Fax: 02041 - 703797